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Bluttat in Aschaffenburg: Der afghanische Täter hatte schon drei Gewalttaten auf dem Kerbholz, war mehrfach in psychiatrischer Behandlung und stand seit Dezember «unter Betreuung»

Der Afghane, der in einem Park im deutschen Aschaffenburg zwei Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt hat, ist nicht zum ersten Mal polizeilich aufgefallen.

Laut dem bayerischen Innenministerium hat der 28-jährige Mann, der als Enamullah O. bezeichnet wird, zuvor bereits mindestens drei Mal eine Gewalttat aufgeführt. Danach sei er jeweils der Psychiatrie zugeführt und später wieder entlassen worden. Seit Dezember stand er unter «Betreuung». Wie diese Massnahme genau aussah, ist unklar.

DANIEL LÖB / KEYSTONE
Bluttat in Aschaffenburg: Der afghanische Täter hatte schon drei Gewalttaten auf dem Kerbholz, war mehrfach in psychiatrischer Behandlung und stand seit Dezember «unter Betreuung»
DANIEL LÖB / KEYSTONE

Zeitgleich erklärte der Mann, er wolle Deutschland freiwillig verlassen und brach sein laufendes Asylverfahren damit selbst ab. Für die Ausreise hätte er sich beim afghanischen Konsulat nach einer Auflage des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Dokumente besorgen müssen.

Ob das geschah, ist ebenfalls nicht bekannt. Den Behörden entging offenbar, dass er Deutschland nicht wie versprochen verlassen hatte.

In Videoaufnahmen, die Medien publizierten, ist zu sehen, wie der Afghane im vergangenen August in seiner Asylunterkunft randalierte. Andere Bewohner berichten, wie er dort eine Frau mit einem Messer verletzt habe.

Die Unterkunft, ein ehemaliges Hotel, liegt im Zentrum der Gemeinde Alzenau, rund fünfzehn Kilometer von Aschaffenburg entfernt. Anwohner berichten, die Polizei sei schon mehrfach aufgrund von Enamullah O. dort vorstellig geworden. Unter anderem habe er einmal eine ukrainische Frau im Nachbargebäude gewürgt.

Hinweise auf ein religiöses Motiv fehlen. Bei Durchsuchungen fanden sich keine Belege für eine radikalislamische Überzeugung. Der Fokus der Ermittler liegt bei einer psychischen Erkrankung als Tatgrund.

Bei der Tatwaffe handelte es sich um ein Küchenmesser. Die Flucht des Täters führte über Bahngleise. Das führte zur Sperrung des Hauptbahnhofs Aschaffenburg und zu vorübergehenden Unterbrechungen im Bahnverkehr.

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