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Bloquons tout! Lasst uns alles blockieren. Was heute in Frankreich abgeht

80.000 Polizisten und Gendarmes sind heute im hochverschuldeten EU-Mitglied Frankreich im Einsatz. Sie verdienen monatlich brutto 2200 bis 4250 Euro. Gemäss Umfragen unterstützen zirka 65 Prozent der Franzosen die Bewegung «Bloquons tout».

Julien Marissiaux, 43-jährig, PR- und Marketingprofi, ist der Initiator, der kein Leader sein will, aber fleissig Interviews gibt. Er sagt: «Wir wollen das neokapitalistische System, das uns zerbricht und bestiehlt, aushebeln.» Im seinem Café «Le Cercle Saint-Eloi» im nordfranzösischen Morbecque hängen zahlreiche Fotos des Komikers Coluche. Der Humorist kandidierte 1981 bei den Präsidentschaftswahlen.

GUILLAUME HORCAJUELO / KEYSTONE
epa12367427 Protesters clash against the police during a protest against austerity measures at a rally following a call for action by the 'Bloquons tout' (Block everything) collective in Montpellier, France, 10 September 2025
GUILLAUME HORCAJUELO / KEYSTONE

Le Figaro schreibt, dass das französische Innenministerium bereits über 150 Orte lokalisiert hat, wo heute blockiert wird. Gemäss Le Monde sind es bereits 540 Brennpunkte, die auf einer Online-Karte eingezeichnet wurden. Betroffen sind vor allem die Grossstädte wie Paris, Marseille, Lyon et cetera. Allgemein werden 80.000 bis 100.000 Demonstranten erwartet, aber sie werden nicht en bloc marschieren, sondern als kleine Gruppen in ganz Frankreich autonom Blockaden durchführen.

Allgemein werden auch actions dures, also harte Aktionen, erwartet, zumal etliche Trittbrettfahrer ihr Erscheinen angekündigt haben: Grüne, der Schwarze Block, «Free Palestine», Linksfaschisten, einzelne Gewerkschaften, Feministinnen und der übliche bunte Mix aus Wokeness- und Transgender-Aktivisten.

Im Vorfeld wurden die Franzosen dazu aufgerufen, ihr gesamtes Erspartes von der Bank abzuheben. Ab heute soll man dann einen Monat lang nur cash bezahlen. So entgehen den Anbietern von Bankkonten geschätzte 6 Milliarden Euro, sofern 10 der 68,5 Millionen Franzosen mitmachen.

Le Parisien glaubt, dass vor allem Bahnhöfe, Verkehrsknotenpunkte und Flughäfen betroffen sein werden. Geschäftsführer von Shops wie Apple, Nike et cetera sehen das wahrscheinlich anders.

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