Der US-Investment-Riese Blackrock hat seine Pläne für einen milliardenschweren Wiederaufbaufonds für die Ukraine auf Eis gelegt. Laut dem Nachrichtenportal Bloomberg wurde das Projekt mit einem Volumen von über fünfzehn Milliarden US-Dollar wegen politischer Unsicherheit in den Vereinigten Staaten eingestellt. Hintergrund sei die Rückkehr Donald Trumps ins Weisse Haus sowie das fehlende Engagement der US-Regierung.
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Der Fonds sollte ursprünglich auf einer Konferenz in Rom am 10. und 11. Juli vorgestellt werden und mit Startkapital aus Deutschland, Italien und Polen lanciert werden. Zwei Milliarden Dollar sollten von privaten Investoren beigesteuert werden. Blackrock hatte das Projekt gemeinsam mit der ukrainischen Regierung entwickelt, um durch öffentliche Mittel private Investitionen zu mobilisieren.
Der Schweizer Philipp Hildebrand, Vizepräsident von Blackrock, beschrieb das Modell als Kombination aus Zuschüssen, Anleihen und Eigenkapital. Doch bereits Anfang 2024 wurden die Gespräche mit institutionellen Geldgebern gestoppt – nicht zuletzt wegen des mangelnden politischen Rückhalts in Washington. Dort hatte man sich offiziell nie zum Fonds bekannt.