Economiesuisse-Präsident Christoph Mäder präsentierte unlängst am Tag der Wirtschaft beeindruckende Zahlen.
2024 exportierten Schweizer Unternehmen Waren und Dienstleistungen im Wert von 441 Milliarden Franken. Gleichzeitig zahlten diese Firmen 24 Milliarden Franken Gewinnsteuern an Bund, Kantone und Gemeinden. 2022 wurden 47.000 neue Betriebe gegründet und damit 65.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. 2023 schlossen 59.000 Jugendliche erfolgreich ihre Lehre ab.
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Der Wirtschaftsverband bezeichnet die Schweizer Wirtschaft deshalb zu Recht als «volkswirtschaftlichen Riesen im Herzen Europas».
Was jedoch irritiert und rational kaum nachvollziehbar erscheint: Economiesuisse unterstützt das EU-Paket, obwohl gerade dieses Vorhaben zentrale wirtschaftliche Freiräume und bewährte Standortvorteile aufs Spiel setzen könnte.
Warum plädiert der Verband für mehr Anbindung an die EU, wenn er gleichzeitig die ausserordentliche Wettbewerbsfähigkeit und Eigenständigkeit der Schweizer Wirtschaft ins Zentrum stellt?
Der Widerspruch zwischen proklamierter Wachstumspolitik und politischer Unterstützung eines EU-Abkommens lässt Fragen offen: Setzt Economiesuisse damit ganz bewusst die Souveränität und die Erfolge der heimischen Unternehmen aufs Spiel?