Nach der Veröffentlichung von zusätzlichen drei Millionen Seiten «Epstein Files» des amerikanischen Justizministeriums am 30. Januar grenzt es schon fast an ein Wunder, wenn man als Prominenter nicht genannt wird.
Das Problem daran ist, dass die Person dann sofort öffentlich verurteilt wird, auch wenn sie sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.
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Die absurden Blüten, welche die jedermann einsehbaren Akten treiben, seien hier am Beispiel des weltweit erfolgreichsten Podcasters Joe Rogan aufgezeigt.
Der Fall liegt fast zehn Jahre zurück. Lawrence Krauss, ein theoretischer Physiker aus Kanada war 2017 Interview-Gast bei Rogan. Der berühmte Wissenschaftler stand damals per E-Mail in Kontakt mit Jeffrey Epstein. In diesem Austausch erzählte Epstein Krauss, er habe ihn in Rogans Podcast gesehen, den Moderator «lustig» gefunden und er bat Krauss ihn (Epstein) Rogan vorzustellen. Das Treffen kam nie zustande.
Rogan erklärte diese Woche, dass er das Angebot sofort abgelehnt hatte und sagte: «Ich bin in den Akten, weil Jeffrey Epstein mich treffen wollte und ich nicht hingegangen bin.» Rogan weiter: «Ich dachte nur: ‘Bist du high’», als Krauss das Treffen mit Epstein vorschlug.