Die Grünen fordern in einem 10-Punkte-Plan zur Energiewende 600 Stunden Gratisstrom pro Jahr für alle Haushalte und Betriebe. Der Parteivorstand um Felix Banaszak und Franziska Brantner erklärt laut der Bild-Zeitung, Strom müsse «billiger werden – für alle, nicht nur für die Industrie». Konkret verlangen die Grünen «eine sofortige Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau». Dadurch werde Strom «für die breite Bevölkerung 2 Cent pro Kilowattstunde billiger».
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Zudem wollen die Grünen einen «systemdienlichen Solarbonus für alle» einführen. Hintergrund sei, dass im Sommer durch Solarenergie zeitweise besonders viel Strom produziert werde. Jeder Haushalt und jeder Betrieb solle deshalb «600 Stunden im Jahr Strom unbürokratisch und kostenlos bekommen».
Scharfe Kritik richtet die Parteispitze gegen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Sie sei «eine Gaslobbyistin, die die Energiewende kaputtmachen» wolle, heisst es in dem Papier. Reiche halte «Deutschlands Wirtschaft in der Gasabhängigkeit» – «mit dem einzigen Unterschied zu 2022, dass Deutschland jetzt von Trumps Fracking-Gas abhängig ist und nicht mehr von Putin».
Parteichef Banaszak sagte: «Ihr Programm ist das Ende der Energiewende. Wir setzen dieser Zerstörungswut ein Update für die Energiewende entgegen: schnell, unbürokratisch, digital.»
Festhalten wollen die Grünen zudem an der 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien im Gebäudeenergiegesetz sowie an einer auskömmlichen Förderung von Wärmepumpen. Auch die E-Auto-Kaufprämie solle «ausschliesslich für E-Autos gelten und darf nicht auch für Plug-in-Hybride verschwendet werden».