Auf die Frage, wo man am besten auswärts essen kann, gibt es viele schnelle Antworten wie New York, London, Tokio oder Kopenhagen. Die Vielfalt in Manhattan ist selbstverständlich enorm, aber die Wege sind lang und oft mühsam, die Preise in der Gastronomie sehr hoch. Das gilt in ähnlicher Form auch für London oder Tokio. Zürich und Kopenhagen hingegen sind ähnlich gross, ähnlich hübsch und von vergleichbarer gastronomischer Vielfalt. Trotzdem kann es am Ende nur eine Antwort geben: Zürich ist die attraktivste Stadt, um auswärts essen zu gehen.
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Erstens: Vom Escher-Wyss-Platz bis zum Tiefenbrunnen sind es mit dem Tram nur 23 Minuten, dann ist man von einem zum anderen Ende der Stadt gefahren. Zürich ist ein Dorf, fast alles ist in Gehdistanz erreichbar, ansonsten fährt der öffentliche Verkehr zuverlässig bis spät abends oder gar nachts. Mit anderen Worten, man kommt leicht und schnell in jedes Restaurant.
Zweitens: Von der Sauerteig-Bäckerei bis zu einer Vielzahl Fine-Dining-Restaurants ist die Auswahl in Zürich enorm hoch. Viele Spitzenköche bieten ausserdem einfache, lockere Küche, aber mit Anspruch an: Jüngst etwa hat Stefan Heilemann (zwei Sterne, 18 Punkte) ein kleines Lokal namens Soï 28 für asiatischen Streetfood eröffnet.
Drittens: In der Disziplin des «Comfort Food», den es in jeder Grossstadt gibt, hat Zürich in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht: Ramen-Suppen, Pizza oder Smash-Burger, die sehr populär bei jüngeren Gästen sind, gibt es jetzt in international vergleichbarer Top-Qualität.