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«Besprechungs-Lounge» für 80.000 Euro: Weimer Media Group von Minister Wolfram Weimer verkauft «Einfluss auf politische Entscheidungsträger»

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«Besprechungs-Lounge» für 80.000 Euro: Weimer Media Group von Minister Wolfram Weimer verkauft «Einfluss auf politische Entscheidungsträger»
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Beim Ludwig-Erhard-Gipfel verkauft die Weimer Media Group exklusive Möglichkeiten für Gespräche mit Regierungsmitgliedern – inklusive Abendessen mit Ministern. Organisator ist der Verlag von Wolfram Weimer, der als Staatsminister direkt im Bundeskanzleramt sitzt und als enger Vertrauter von Friedrich Merz gilt, berichtet das Portal Apollo News.

PETER KNEFFEL / KEYSTONE
ARCHIV - 22
PETER KNEFFEL / KEYSTONE

Wie aus internen Verkaufsunterlagen hervorgeht, bewirbt das Unternehmen für seine jährlich am Tegernsee stattfindende Konferenz hochpreisige Sponsoring-Pakete mit dem Versprechen von direktem Zugang zu Spitzenpolitikern. Wörtlich wirbt die Firma mit «Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger» und «Premiumvernetzung in entspannter Atmosphäre».

Die teuersten Buchungsoptionen kosten bis zu 80.000 Euro netto. Im «Mont Blanc»-Paket sind ein exklusives Abendessen mit Regierungsmitgliedern enthalten sowie eine «Besprechungs-Lounge für vertrauliche Gespräche». Für 60.000 Euro gibt es laut Begleit-E-Mail immerhin noch eine «Executive Night, wo auch die Minister teilnehmen werden».

Mitglieder der Bundesregierung, darunter Kanzleramtschef Thorsten Frei, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, Forschungsministerin Dorothee Bär und Landwirtschaftsminister Alois Rainer, sind für das kommende Event im April 2026 angekündigt. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist regelmässig dabei und bezeichnete die Veranstaltung einst als «bayerisches Davos».

Brisant: Obwohl Wolfram Weimer offiziell aus dem Verlag ausgeschieden ist, hält er laut Handelsregister weiterhin 50 Prozent der Anteile. Die andere Hälfte gehört seiner Frau, Christiane Goetz-Weimer, die den Gipfel in einem Interview als «Keimzelle der neuen Bundesregierung» bezeichnete. Gewinne aus dem lukrativen Veranstaltungsgeschäft fliessen also weiterhin direkt in das Familienunternehmen eines aktiven Mitglieds der Bundesregierung. Das Kanzleramt schweigt zu möglichen Interessenkonflikten – ebenso Weimer selbst.

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