Der Berliner Verfassungsschutz hat sein eigenes Referat für Linksextremismus aufgelöst. Seit Sommer 2025 wird der Bereich in einer neuen Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt «auslandsbezogener Extremismus» mitbearbeitet. Das teilte die Senatsverwaltung für Inneres auf Anfrage von Nius mit.
Zur Begründung hiess es, es gebe «erhebliche Verbindungen zwischen auslandsbezogenen linksextremistischen Bestrebungen und inländischen». Um Überschneidungen besser zu erfassen, habe man beide Felder organisatorisch zusammengeführt.
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Vor allem bei der Beobachtung «linksextremistischer internationalistischer und antisemitischer Bestrebungen» sowie «verfassungsschutzrelevanter anti-israelischer Personenstrukturen» habe der Verfassungsschutz Fortschritte gemacht, so die Senatsverwaltung. Zuständig ist nun die Arbeitsgruppe 3 im Referat II D, das auch Islamismus, Spionageabwehr und extremistische Auslandsaktivitäten abdeckt.
Zum Aufgabenbereich zählt auch die sogenannte Vulkangruppe, die seit 2011 in Berlin aktiv ist und hinter dem jüngsten Anschlag auf das Stromnetz vermutet wird. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt bisher nicht vor.