Die Bundesregierung hat der Ukraine weitere Militärhilfen in Höhe von fünf Milliarden Euro zugesagt. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte, stammen die Mittel aus bereits bewilligten Bundestagsgeldern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hielt sich aus Anlass dieser Zusage zu Gesprächen in der deutschen Hauptstadt auf.
Sputnik
Neben der finanziellen Unterstützung soll Deutschland der Ukraine künftig auch beim Bau weitreichender Raketen helfen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten die Verteidigungsminister Boris Pistorius und Rustem Umjerow. Angesichts der jüngsten russischen Luftangriffe auf ukrainische Städte sprach Bundeskanzler Friedrich Merz von einem «Schlag ins Gesicht all derer, die um einen Waffenstillstand ringen».
Der Kreml reagierte prompt. Regierungssprecher Dmitri Peskow warf Berlin Kriegstreiberei vor. «Das ist nichts anderes als der Versuch, die Ukrainer dazu zu zwingen, weiterzukämpfen», so Peskow. Dies torpediere jegliche diplomatischen Bemühungen.
Der deutsche Kanzler warnte vor «Konsequenzen», sollte Russland weiter jede Gesprächsbereitschaft verweigern. Ein neues Sanktionspaket sei in Vorbereitung. Merz betonte, Deutschland werde helfen, solange es notwendig sei. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien durch den Krieg enger geworden, wirtschaftliche Kooperationen in Bereichen wie Infrastruktur und Energie seien geplant. Selenskyj lobte Deutschland als «führenden Partner» im Kampf für eine regelbasierte Weltordnung.