Berlin
Zum Jahresbeginn lieferte die stellvertretende Bundestagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt eine Beschreibung der Bundesrepublik, die ziemlich genau dem Selbstbild der politisch-medialen Klasse entspricht: «Deutschland», so die grüne Spitzenpolitikerin, «ist ein Land, in dem eine offene Gesellschaft wohnt.» Was im Subtext heisst, ringsum wohnt sie nach Ansicht massgeblicher Grössen des Berliner Betriebs nicht, und zwar: nicht mehr. Die Vertreter von Grünen, SPD und selbst etliche Köpfe der CDU sehen sich zusammen mit Journalisten der wohlmeinenden Medien als Verteidiger einer Festung, über der noch die Fahne der Diversität, der Transformation und des grenzenlosen westlichen ...