Rund 12.000 Menschen haben am Samstag in Berlin unter dem Motto «Stoppt den Völkermord in Gaza» gegen das israelische Vorgehen im Gazastreifen protestiert. Die von einem Bündnis um BSW-Politikerin Sahra Wagenknecht, Schauspieler Dieter Hallervorden und Rapper Massiv organisierte Kundgebung verlief laut Polizei weitgehend friedlich.
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Viele Demonstranten trugen Friedenstauben-Fahnen, einige schwenkten Palästina-Flaggen. «Nichts rechtfertigt die Ermordung und Bombardierung der Menschen in Gaza», sagte Wagenknecht. «Jeder Krieg ist ein Verbrechen.» Auf Schildern wurden ein Stopp der Gewalt, Friedensverhandlungen und ein Ende deutscher Waffenlieferungen gefordert. Hallervorden forderte «Frieden statt Granaten», Musiker Roger Waters meldete sich per Video zu Wort.
Die Kundgebung richtete sich laut Welt auch gegen eine generelle Aufrüstung Deutschlands. Gefordert wurde, die Bundesregierung solle sich stärker für Friedensverhandlungen, eine Zweistaatenlösung im Nahen Osten und für Diplomatie im Ukraine-Krieg einsetzen.
Zeitgleich fand auf der gegenüberliegenden Seite des Brandenburger Tors eine proisraelische Gegendemonstration statt. Eine DPA-Reporterin zählte dort rund zwanzig bis dreissig Teilnehmer. Israel weist den Vorwurf des Völkermords zurück und betont den Kampf gegen die Hamas, deren Angriff mit über 1200 Toten am 7. Oktober 2023 den Krieg ausgelöst hatte.