Bericht zeigt: Neue Fallschirme der Bundeswehr sind ungenügend – ein «potenzielles Risiko für körperliche Unversehrtheit»
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Bericht zeigt: Neue Fallschirme der Bundeswehr sind ungenügend – ein «potenzielles Risiko für körperliche Unversehrtheit»

Ein vertraulicher Prüfbericht des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) stellt dem neuen Fallschirmsystem EPC-B ein vernichtendes Urteil aus – nur um am nächsten Tag wieder zurückgezogen zu werden. Wie die Süddeutsche Zeitung, der NDR und der WDR berichten, ist die Nutzung des Systems «nicht hinnehmbar». Laut Papier sind diese «bereits im Regelsprungbetrieb dauerhaft eine potenzielle Gefahr für die körperliche Unversehrtheit der Fallschirmspringer».

SILAS STEIN / KEYSTONE
Bericht zeigt: Neue Fallschirme der Bundeswehr sind ungenügend – ein «potenzielles Risiko für körperliche Unversehrtheit»
SILAS STEIN / KEYSTONE

Beschafft wurde das 56,7 Millionen Euro teure französische System 2021 unter Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Nun zeigt sich: Der Fallschirm ist mit dem Transportflugzeug A400M nicht kompatibel – insbesondere beim simultanen Absprung aus beiden Seitentüren drohten Kollisionen. Auch die Betriebskosten seien enorm. So koste eine einzelne Ersatzschlaufe für den Reserveschirm 23 Euro – fast zehnmal mehr als beim Vorgängermodell T-10R.

Trotz dieser Mängel wurde der Bericht laut BAAINBw wegen eines «Bürofehlers» für gegenstandslos erklärt. Safran, der Hersteller, verweist auf die Bundeswehrtests und hält das System für sicher. Allerdings ist der EPC-B bislang nur eingeschränkt zugelassen und darf lediglich 60 Sprünge über sechs Jahre leisten – statt der ursprünglich geforderten 180 Sprünge über achtzehn Jahre.

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