Ein neuer Bericht des israelischen «Dinah Project», einer israelischen Organisation, die über die Verbrechen des 7. Oktober forscht und von der Professorin Ruth Halperin-Kaddari geleitet wird, dokumentiert in bislang nicht gekannter Detailliertheit die systematischen Vergewaltigungen und Misshandlungen durch Hamas-Terroristen beim Angriff auf das Supernova-Festival am 7. Oktober 2023. Laut Bild stützt sich die Untersuchung auf Zeugenaussagen von Geiseln, Augenzeugen, Rettungskräften und Therapeuten.
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Die Täter gingen demnach gezielt und mit maximaler Brutalität vor. Junge Frauen wurden nackt oder halbnackt an Bäume gefesselt, vergewaltigt, verstümmelt und teils erschossen – manche wiesen Schusswunden im Intimbereich auf. In einzelnen Fällen versuchten die Angreifer sogar, Leichen sexuell zu missbrauchen. Ähnliche Verbrechen wurden auch in umliegenden Kibbuzim und entlang von Strassen begangen.
Auch in der Gefangenschaft hörte die Gewalt nicht auf: Entführte Frauen berichten von sexueller Erniedrigung, Zwang zum Entkleiden und Drohungen mit Vergewaltigung. Mit der Rückkehr einiger israelischer Geiseln werden neue Zeugenberichte aufgearbeitet. Da es sich jedoch um schwersttraumatisierte Überlebende handelt, können diese laut Bild meist erst Monate nach dem Geschehen erstmals über das Erlebte sprechen.
Die Autorin der Studie, Professorin Ruth Halperin-Kaddari, kritisiert das internationale Schweigen scharf. Organisationen wie UN Women hätten auf diese Form der sexualisierten Kriegsführung bislang nicht reagiert. Das Projekt fordert eine UN-Faktenfindungsmission und die offizielle Einstufung der Hamas als Tätergruppe sexualisierter Gewalt. Das Ausmass der dokumentierten Taten lasse keinen Zweifel an der systematischen Vorgehensweise der Angreifer.