Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beharrt auf einem EU-Beitritt seines Landes – bereits 2027. Wie Selenskyj nach einem Telefonat mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker mitteilte, betrachtet er die Mitgliedschaft als unverzichtbare Sicherheitsgarantie, die durch ukrainische Beiträge in den Bereichen Technologie und Wirtschaft auch Europa stärke.
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Während Kiew den Druck auf die europäischen Partner erhöht, rücken im Hintergrund handfeste Machtinteressen der Grossmächte in den Fokus: Nach Berichten der Financial Times drängt die US-Regierung unter Donald Trump die Ukraine massiv zu einem Abkommen mit Moskau, das den Verzicht auf den Donbass beinhalten könnte.
Während Selenskyj die EU als Hort der Sicherheit beschwört, verhandeln die USA und Russland in Abu Dhabi über die Köpfe der Europäer hinweg. Washington signalisiert zwar Sicherheitsgarantien und Waffenlieferungen, knüpft diese jedoch an schmerzhafte territoriale Konzessionen Kiews.