Eine Mehrheit der Bevölkerung in Baden-Württemberg will weniger Zuwanderung. Das geht aus einer Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der AfD-Landtagsfraktion hervor, über die Apollo News berichtet.
Nach Angaben der AfD-Fraktion sprechen sich 53 Prozent der Befragten dafür aus, dass das Bundesland «eher» oder «deutlich weniger» Zuwanderung benötige. 31 Prozent votieren für «deutlich weniger», weitere 22 Prozent für «eher weniger». Demgegenüber halten 20 Prozent mehr Zuwanderung für nötig, während 23 Prozent das aktuelle Niveau als angemessen einschätzen.
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Die Auswertung zeigt markante Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen. Mit zunehmendem Alter steigt die Skepsis gegenüber Zuwanderung deutlich an. Während bei den 16- bis 29-Jährigen 31 Prozent eine Reduktion befürworten, liegt dieser Anteil bei den über 70-Jährigen bei 76 Prozent.
Auch die soziale Lage beeinflusst die Einschätzung. In der Unter- und Mittelschicht sprechen sich 63 beziehungsweise 58 Prozent für weniger Zuwanderung aus. In der Oberschicht ergibt sich ein ausgeglicheneres Bild: 39 Prozent wünschen sich mehr, 37 Prozent weniger Zuwanderung.
Die politische Selbsteinordnung verstärkt diese Unterschiede. Je weiter rechts sich Befragte verorten, desto häufiger plädieren sie für eine Begrenzung. Unter Anhängern der AfD liegt der Anteil bei 81 Prozent. Auch bei Wählern von FDP (67 Prozent) und CDU (61 Prozent) überwiegt diese Haltung. Beim Bündnis Sahra Wagenknecht sind es 80 Prozent. Selbst unter SPD-Anhängern spricht sich mit 44 Prozent eine relative Mehrheit für weniger Zuwanderung aus.