Australien wird im September bei der Uno-Generalversammlung offiziell einen palästinensischen Staat anerkennen. Premierminister Anthony Albanese erklärte, die Entscheidung sei an Bedingungen geknüpft: Die Palästinensische Autonomiebehörde müsse Israels Existenzrecht anerkennen, entmilitarisieren, Wahlen abhalten und sicherstellen, dass die Hamas keine Rolle in einer künftigen Regierung spiele. «Ich verstehe, dass auf diesem Thema ein langer Schatten der Geschichte liegt. Doch es ist auch eine Geschichte verpasster Chancen», sagte Albanese.
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Die Entscheidung stösst international auf Zustimmung, aber auch auf Kritik. Die Labor-nahen «Friends of Palestine» sprachen von einem «historischen Meilenstein» und forderten nun Sanktionen gegen Israel, ein Ende des militärischen Handels sowie ungehinderte humanitäre Hilfe für Gaza. Die Opposition warnte hingegen vor einer «Belohnung von Terrorismus» und forderte, Anerkennung müsse das Ergebnis eines Friedensprozesses sein.
Die Ankündigung folgt Gesprächen Albaneses mit Regierungschefs aus Grossbritannien, Frankreich, Neuseeland und Japan sowie mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Mehr als 140 Uno-Mitgliedsstaaten haben Palästina bereits anerkannt.