Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Aussenminister Wadephul: Afghanen mit Aufnahmezusage dürfen nach Deutschland

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Aussenminister Wadephul: Afghanen mit Aufnahmezusage dürfen nach Deutschland
Aussenminister Wadephul: Afghanen mit Aufnahmezusage dürfen nach Deutschland
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Evakuierung gefährdeter Afghanen aus Pakistan nimmt kurz vor Fristablauf an Tempo auf. Aussenminister Johann Wadephul (CDU) geht davon aus, dass bis Jahresende alle Menschen mit gültiger Aufnahmezusage nach Deutschland gebracht werden. «Die erforderlichen Überprüfungen und auch Flüge finden jetzt schnell statt», sagte Wadephul dem Evangelischen Pressedienst. Ab Januar droht den Betroffenen die Abschiebung nach Afghanistan.

BRITTA PEDERSEN / KEYSTONE
Aussenminister Wadephul: Afghanen mit Aufnahmezusage dürfen nach Deutschland
BRITTA PEDERSEN / KEYSTONE

Mehr als 2000 Afghaninnen und Afghanen hatten nach der Machtübernahme der Taliban 2021 eine Aufnahmezusage durch Deutschland erhalten – viele von ihnen waren zuvor für Bundeswehr, Polizei oder NGOs tätig. Doch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) liess Teile der Zusagen erneut prüfen und stoppte zwischenzeitlich das Verfahren. Die Folge: monatelange Unsicherheit, zahlreiche Klagen und politische Spannungen.

Inzwischen ist laut Wadephul klar, dass ein «grösserer Teil» der Zusagen rechtsverbindlich ist. Etwa 650 Personen sollen laut Entscheidung des Innenministeriums aber nicht mehr aufgenommen werden – unter anderem, weil ihre Zusagen aus Überbrückungs-Programmen oder Menschenrechtslisten stammen. Menschenrechtsorganisationen und Oppositionsparteien werfen Dobrindt daher mangelnde Verantwortung vor.

Wadephul selbst verweist auf die Zuständigkeit des Innenministeriums: «Es hat diese Entscheidung nach Abwägung aller rechtlichen und tatsächlichen Gesichtspunkte so gefällt.» Er betont, dass es ihm gelungen sei, mit der pakistanischen Regierung eine Fristverlängerung von sechs Monaten auszuhandeln. Dadurch sei zumindest ein Grossteil der Betroffenen aus dem offiziellen Bundesaufnahmeprogramm ausreisefähig geworden.

Der Druck bleibt: Pakistan hat angekündigt, ab Januar 2026 sämtliche Afghanen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in ihr Herkunftsland abzuschieben – darunter auch viele mit Deutschland-Bezug.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.