Russland will internationalen Sicherheitsgarantien für die Ukraine nur zustimmen, wenn diese aus Moskauer Sicht nicht feindlich ausgerichtet ist. Das sagte Aussenminister Sergei Lawrow in Moskau, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete.
Moskau wisse nicht, welche konkreten Vereinbarungen die USA und die Ukraine zu Sicherheitsgarantien getroffen hätten. «Wenn das Ziel ist, auf einem Teilgebiet der früheren Ukraine das Regime zu erhalten und dieses fortgesetzt als Brückenkopf für Bedrohungen gegen Russland zu nutzen, dann […] werden solche Garantien kaum einen verlässlichen Frieden sichern», sagte Lawrow. Russland sei jedoch offen für Abkommen über kollektive Sicherheit in der Region, sofern diese auch die Sicherheit Russlands einschlössen.
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erklärt, ein Abkommen über US-Sicherheitsgarantien sei fertig ausgearbeitet. Lawrow bezog sich in diesem Zusammenhang auf Aussagen von US-Aussenminister Marco Rubio, der von Einigkeit «auf unserer Seite der Gleichung» gesprochen hatte. Entscheidend sei nun die Reaktion Russlands. Sicherheitsgarantien könnten zudem erst nach einem Ende der Kämpfe greifen.