Ausländische Medien schiessen sich nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana auf die einheimischen Behörden und die Justiz ein. Die Schweiz sei kein «Musterland der Sicherheit» mehr
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Ausländische Medien schiessen sich nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana auf die einheimischen Behörden und die Justiz ein. Die Schweiz sei kein «Musterland der Sicherheit» mehr

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Ausländische Medien schiessen sich nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana auf die einheimischen Behörden und die Justiz ein. Die Schweiz sei kein «Musterland der Sicherheit» mehr
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Nach der verheerenden Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana am Neujahrsmorgen 2026 hat sich die mediale Berichterstattung in Europa deutlich verschärft. Während anfangs die Trauer im Vordergrund stand, dominieren nun Berichte über massive Sicherheitsmängel und das Versagen der Aufsichtsbehörden.

© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Mourners gather around flowers and candles to commemorate the victims under the snow after the fire at the "Le Constellation" bar and lounge, in Crans-Montana, Switzerland, Thursday, January 8, 2026
© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

In der deutschen Presse, insbesondere in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und im Spiegel, wird die Frage nach der staatlichen Aufsichtspflicht gestellt.

Diskutiert wird, ob die Schweiz ihren Ruf als «Musterland der Sicherheit» verloren hat. Dass in einem Land mit derart hohen Standards ein Lokal mit nur einem Notausgang und gefährlicher Pyrotechnik-Nutzung überhaupt eine Betriebsbewilligung behalten konnte, löst Erstaunen aus. Auch mögliche Staatshaftungsklagen in Millionenhöhe gegen den Kanton Wallis und die Gemeinde werden erwähnt.

Le Monde und der Nachrichtensender BFMTV in Frankreich legen den Fokus stark auf die Betreiber der Bar, da es sich bei diesen um Franzosen handelt. Darüber hinaus klingt hier eine starke Kritik an der Schweizer Justiz an.

Französische Berichte zitieren Opferanwälte, die der Walliser Staatsanwaltschaft eine «laxe Beweissicherung» vorwerfen. Es bestehe der Verdacht, dass die Behörden von eigenem Versagen ablenken wollten, indem sie die Schuld allein bei den Betreibern suchten. Zudem wird moniert, dass die Gemeinde erst im Nachhinein ein 60-seitiges Dossier über Mängel vorgelegt hat, anstatt diese vor der Katastrophe durch Schliessung des Lokals zu beheben.

Italien ist durch sechs junge Todesopfer besonders betroffen. Die schärfsten Reaktionen finden sich bei der Nachrichtenagentur Ansa und dem Nachrichtensender Sky TG24.

Der italienische Botschafter Gian Lorenzo Cornado forderte öffentlich «Wahrheit und Gerechtigkeit» und hinterfragte offen, warum die Schweizer Gesetze im «Constellation» offenbar nicht angewendet wurden. Der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini forderte auf X, dass die «Türen der Schweizer Gefängnisse sich für viele Verantwortliche öffnen müssen», was über die Barbetreiber hinaus auch auf die Sicherheitsbehörden abzielt.

In einigen Berichten wird der Begriff «mafiöse Zustände» im Zusammenhang mit lokalen Verflechtungen in Crans-Montana zitiert, die dazu geführt haben könnten, dass Sicherheitsmängel jahrelang ignoriert wurden.

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