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Aufstand im ZDF? KI-Fake entfacht internen Streit beim Gebührensender

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Aufstand im ZDF? KI-Fake entfacht internen Streit beim Gebührensender
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Das ZDF sieht sich nach der Affäre um KI-generierte Bilder im «Heute-Journal» mit internem Streit und scharfen Vorwürfen in der Belegschaft konfrontiert. Das berichtet das Magazin Spiegel unter Berufung auf Beiträge im Intranet des Senders.

Besonders heftig reagierten Mitarbeiter auf einen bislang unbekannten Kollegen, der eine interne Krisensitzung aufgezeichnet und an das Portal Nius weitergegeben haben soll. Hubert Krech, Mitglied des Personalrats, griff den anonymen Informanten in einem vielbeachteten Kommentar direkt an.

HANNES P ALBERT / KEYSTONE
Dunja Hayali.
HANNES P ALBERT / KEYSTONE

«Du hältst dich für einen Helden, weil du es dem ZDF und den Chefs mal ‹so richtig gezeigt hast›?», schrieb Krech. Weiter warf er dem Mitarbeiter vor: «Gleichzeitig hast du Tausenden von Kolleginnen und Kollegen ins Gesicht gespuckt.» Fast 600 Beschäftigte markierten den Beitrag im Intranet mit Zustimmung – ein ungewöhnlich hoher Wert für interne Diskussionen beim Sender.

Die veröffentlichten Aufnahmen zeigen laut Berichten Ausschnitte aus einer Betriebsversammlung, an der unter anderem ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten sowie der Washington-Korrespondent Elmar Thevessen teilnahmen. Krech erklärte in seinem Kommentar weiter, der Informant habe Informationen an Plattformen weitergegeben, «die nur ein Ziel haben: ARD und ZDF zu schaden». Der unbekannte Mitarbeiter werde von diesen Akteuren lediglich als «nützlicher Idiot» benutzt.

Auslöser der Affäre war ein Beitrag im «Heute-Journal» vom 15. Februar über Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. In der Sendung wurde ein nicht gekennzeichnetes KI-generiertes Video gezeigt. Zudem enthielt der Bericht Archivmaterial, das mit den dargestellten Ereignissen nichts zu tun hatte.

Das ZDF entschuldigte sich daraufhin öffentlich bei seinen Zuschauern. Die verantwortliche New-York-Studioleiterin Nicola Albrecht wurde von ihrem Posten abberufen. Chefredakteurin Schausten kündigte zudem strengere interne Prüfprozesse an. «Die Sensibilität muss gesteigert werden», sagte sie der Süddeutschen Zeitung. Zugleich räumte sie ein, dass der Sender die Dimension des Problems zunächst unterschätzt habe: «Wir sind beschädigt, aber auch klüger.»

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