Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Aufhebung des AKW-Neubauverbotes: Mitte-Nationalrätin Priska Wismer-Felder fährt Bundesrat Albert Rösti an den Karren. Warum sie dabei total unglaubwürdig ist

Unverschämter geht es nicht mehr. Die Luzerner Nationalrätin Priska Wismer-Felder (Die Mitte), ist landesweit bekannt dafür, dass sie in einem Naherholungsgebiet der Gemeinde Rickenbach, auf dem beliebten Hausberg, dem Stierenberg, den Bau eines Windkraftparks «durchstieren» will – obwohl die Mehrheit dieser Kommune sich mehrfach dagegen aussprach. Ausgerechnet sie, die Windkraftaktivistin mit privatem Projekt, fühlt sich jetzt aber ermächtigt und wohl auch berufen, namens ihrer Partei Bundesrat Albert Rösti zu kritisieren, weil er das Neuverbot für Kernkraftwerke aufheben will «AKW passen nicht mehr in unsere Zeit und das erneuerbare Energiesystem», sagte sie in einem Interview mit CH-Media-Zeitungen. Sie glaube nicht, dass Rösti für seinen Gegenvorschlag eine Mehrheit im Nationalrat finde.

© KEYSTONE/TI-PRESS / MARIA LINDA CLERICETTI
Priska Wismer-Felder, Nationalraetin Die Mitte (LU), spricht waehrend der Delegiertenversammlung der Mitte-Partei am Samstag, 25
© KEYSTONE/TI-PRESS / MARIA LINDA CLERICETTI

Ob die Atomkraft in der Schweiz ein Comeback feiert, wird sich zeigen. Darüber muss zuerst das Parlament beraten. Was man jedoch heute mit Sicherheit sagen kann, ist, dass die Schweiz auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen ist. Wir brauchen nicht dann bloss Strom, wenn die Sonne scheint oder der Wind bläst. Und vor allem werden wir durch den Verzicht auf Öl und Gas auch immer mehr elektrische Energie brauchen. Wenn man also auf Gaskraftwerke aus klimapolitischen Erwägungen verzichten will, braucht es halt irgendwann neue Atomkraftwerke. Wir sollten uns also diese Option auf jeden Fall offenhalten. Selbst die EU, die von Wismer und ihrer Mittepartei fast angebetet wird, hat schon vor einiger Zeit Strom aus Kernkraftwerken als nachhaltige Energiequelle klassifiziert.

Ganz sicher ist die Luzerner Politikerin jedoch die falsche Person, um die Notwendigkeit neuer Kernkraftwerke zu beurteilen. Als Promotorin einer privaten Windkraftanlage ist sie bei der AKW-Debatte etwa so glaubwürdig wie eine Veganerin als Sprecherin des Metzgerverbandes

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.