Sieh mal einer an! Ursula von der Leyen wird vernünftig.
Soeben hat sie pathetisch verkündet, dass der Ausstieg aus der Atomenergie ein «strategischer Fehler» gewesen sei.
Sehr gut bemerkt. Atomkraft hat nur Vorteile: Man muss sie nicht importieren, es gibt keine Preissprünge, sie ist zuverlässig und umweltfreundlich. Kein CO2.
Atomkraft, ja bitte!
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Schön, dass die EU-Chefin das einsieht – jetzt, wo der Preis für Gas und Öl durch die Decke geht und sich die grüne Klimalüge von der ständig scheinenden Sonne und dem ewig wehenden Wind in Luft auflöst.
Doch früher predigte sie das grüne Mantra: Atomkraft, nein danke! Als Angela Merkel aus der Atomkraft ausstieg, sass sie – schweigend – in ihrem Kabinett. Als Grüne und Linke im EU-Parlament den Green Deal durchboxten, stellte sie sich an die Spitze der Bewegung.
Von der Leyen ist nicht die einzige Spitzenpolitikerin, die diese Kehrtwende hinlegt. Ohne rot zu werden. Ohne auszurutschen.
Glaubwürdiger wäre sie freilich, wenn sie zugäbe, sich geirrt zu haben. Dann würde man ihr auch eher glauben, dass sie es diesmal ernst meint.