Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Asylanten in Hotels unterzubringen, ist eine schlechte Idee. Es kommt in Grossbritannien deshalb allenthalben zu Radau

Epping ist eine verschlafene Vorstadt im Nordosten Londons, wo nichts geschieht. Ausser in diesem Sommer. Seit Wochen treffen sich rechte und linke Demonstranten vor dem lokalen «Bell Hotel» und verprügeln einander. Ein paar Polizisten schauen jeweils verlegen zu und hoffen, dass der Rabatz nicht völlig ausartet. Grund der Auseinandersetzungen: Seit Monaten leben Asylanten im «Bell». Die Rechten wollen sie mit tatkräftiger Unterstützung der lokalen Bevölkerung vertreiben, die Linken angeblich schützen. Und die Asylanten selbst können nicht verstehen, was die Aufregung eigentlich soll. Denn ihnen ist es wohl dort. Besonders wenn die Chancen auf eine Aufenthaltsbewilligung gleich null sind.

TAYFUN SALCI / KEYSTONE
epa12266257 Policemen stand outside the Bell Hotel as pro- and anti-migrant protesters gather in Epping, Britain, 27 July 2025
TAYFUN SALCI / KEYSTONE

Krawallszenen wie in Epping sind heute in England weitverbreitet. 32.000 Asylbewerber leben in 210 Hotels im gesamten Königreich. Diese Zahlen mögen bescheiden erscheinen angesichts einer Bevölkerung von 70 Millionen. Aber im lokalen Raum wie in Epping sieht es eben anders aus. Da wird den Leuten klar, dass die Labour-Regierung die Zuwanderung so wenig im Griff hat wie zuvor die Konservativen.

Deshalb haben Exponenten von Nigel Farages Reform-UK-Partei nun gegen die Hotelunterkünfte geklagt und vor Gericht recht bekommen. Ihr Argument: Die Betriebsbewilligung eines Hotels beziehe sich auf bezahlende Gäste und nicht auf Asylanten. Bis Mitte September muss das «Bell Hotel» in Epping geräumt sein. Und keiner weiss, wohin mit den aktuellen Bewohnern.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.