Die Zahl der Zurückweisungen an den deutschen Grenzen ist im Jahr 2025 gesunken. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, wie Apollo News berichtet.
Demnach lag die Zahl der vollzogenen Zurückweisungen 2025 bei 42.215, nach 45.337 im Jahr 2024. Gleichzeitig ging auch die Zahl der festgestellten unerlaubten Einreisen deutlich zurück: 62.959 Fälle wurden 2025 registriert, im Vorjahr waren es noch 83.572.
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Bei Zurückweisungen im Zusammenhang mit Asylgesuchen zeigt sich ein Anstieg auf niedrigem Niveau. 2024 wurden 163 entsprechende Fälle gezählt, 2025 waren es 1107. Davon entfallen laut Bundesregierung 979 Fälle auf den Zeitraum seit dem Amtsantritt von Bundeskanzler Friedrich Merz am 7. Mai 2025. Einschliesslich Januar ergibt sich eine Gesamtzahl von 1058 Zurückweisungen bei Asylgesuchen.
Insgesamt registrierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Jahr 2025 113.236 Asylerstanträge. Die Entwicklung entspricht einem europaweiten Trend sinkender Migrationszahlen, von dem Deutschland als Hauptzielland ebenfalls profitiert.
Unter den Personen, die 2025 unerlaubt einreisten, stellten Ukrainer den grössten Anteil. Mehr als jeder zehnte Fall entfiel auf Staatsangehörige aus der Ukraine. Afghanen machten einen Anteil von 8,2 Prozent aus.