Der argentinische Präsident Javier Milei hat bei den Regionalwahlen in der bevölkerungsreichen Provinz Buenos Aires eine klare Niederlage gegen die Peronisten einstecken müssen. Laut amtlichem Endergebnis kam Mileis Partei nur auf 33,85 Prozent, während der peronistische Gouverneur Axel Kicillof 46,98 Prozent der Stimmen holte. Damit wird Kicillof nun als potenzieller Gegenkandidat für die Präsidentschaftswahlen 2027 gehandelt.
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Milei zeigte sich ungewohnt selbstkritisch: «Wir haben eine Wahlniederlage erlitten und das gilt es zu akzeptieren», sagte der Präsident. Er wolle seine Fehler analysieren und korrigieren – am wirtschaftlichen Reformkurs halte er jedoch fest: «Wir haben das Land von 300 Prozent Inflation auf 20 Prozent gebracht.»
Für den Libertären ist es der erste Rückschlag seit seinem kometenhaften Aufstieg. Die symbolische Niederlage trifft Milei hart, auch weil sie Zweifel an seiner politischen Durchschlagskraft weckt. Seine Gegner hingegen feiern. Die unter Hausarrest stehende Ex-Präsidentin Cristina Kirchner jubelte auf der Plattform X: «Hast du das gesehen, Milei? Komm aus deiner Blase raus, Bruder ... die Dinge werden schwer.»
Die nächste Bewährungsprobe für Mileis Regierung folgt im Oktober. Dann werden Kongress und Senat zur Hälfte neu gewählt.