Anja Reschke, ARD-Journalistin und Moderatorin des NDR-Formats «Reschke Fernsehen», sorgt mit einem Videobeitrag auf Instagram für Diskussionen: Demnach profitierten Männer stärker von Beziehungen als Frauen – und das Festhalten am traditionellen Ehemodell sei ein Anliegen «rechtspopulistischer Kreise», berichtet das Portal Apollo News.
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Reschke, selbst verheiratet und Mutter zweier Kinder, verweist dabei auf eine Studie der University of Toronto. Diese belege, dass alleinstehende Frauen zufriedener mit ihrem Leben und Sexualleben seien als alleinstehende Männer. Das Fazit der Moderatorin lautet, «dass Männer in Hetero-Partnerschaften mehr Vorteile haben als Frauen».
In Beziehungen nähmen Frauen laut Reschke überproportional viele Aufgaben auf sich – von Haushalt über soziale Organisation bis hin zur emotionalen Unterstützung. Das sei für Männer ein «Jackpot», für Frauen hingegen häufig ein Verlustgeschäft.
Die Vorstellung von Ehe als harmonischer Lebensentwurf werde, so Reschke weiter, vor allem von konservativen Kräften propagiert: «Rechtspopulistische Kreise wollen dieses System [der Ehe] und diese traditionelle Rollenverteilung gerne aufrechterhalten», erklärt sie im Video. Frauen, die sich bewusst gegen Partnerschaft, Kinder und Haushalt entschieden, würden von diesen Kreisen oft als egoistisch oder gefühlskalt stigmatisiert.