Der Chef des Verteidigungsdepartements, Martin Pfister, ist zurzeit nicht zu beneiden.
Seine Pläne, für die Armeeaufrüstung die Mehrwertsteuer zu erhöhen, fallen beim Publikum und im Parlament durch.
Bei der Beschaffung der neuen Kampfjets steht er unter Dauerbeschuss von vielen Seiten.
Bezüglich der Luftraumüberwachung muss er sich nach eigenen Aussagen mit Schwierigkeiten bei den Projektabläufen abmühen.
Anthony Anex/Keystone
Als ihn die NZZ in einem Interview fragt, ob seine Vorgänger für die Probleme verantwortlich seien, gibt der Mitte-Bundesrat zur Antwort: «Es ist nicht mein Stil, meine Vorgänger anzuschwärzen.» Gleich im anschliessenden Satz holt er dann trotzdem zum Schlag gegen dieselbigen im Amt aus: «Die Beschaffung der Aufklärungsdrohne ADS-15 aus Israel wurde zum Beispiel vor über zehn Jahren gestartet. Damals wurden zu hohe Anforderungen definiert, die das Projekt massiv verkompliziert haben. Im letzten Jahr wurde klar: So wird es nicht gehen, wir müssen bei den Fähigkeiten abspecken.»
Aber: In einem Satz etwas sagen und im nächsten genau das Gegenteil davon zu behaupten, das ist halt eben typisch Mitte-Partei.