Nach Trumps Zollhammer will Mitte-Nationalrat Reto Nause keine US-Produkte mehr kaufen. «Meine privaten Kaufentscheide werde ich deshalb radikal überdenken», schreibt er auf dem US-amerikanischen Nachrichtendienst X. «Die Masse der Schweizer Konsumenten kann vielleicht eine Reaktion auslösen. Kauft bewusst! Zollhammerstaaten sind unsympathisch!»
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Bis jetzt hat Trump nicht auf die Drohung des Fastkandidaten für das Mitte-Präsidium reagiert. Aber auch wenn sich die Schweizer Bevölkerung aufgrund der ungebremsten Zuwanderung verdoppeln würde, dürfte sich die US-Regierung nicht allzu sehr vor dem helvetischen Absatzmarkt fürchten. Viel mehr bleibt die Drohgebärde reiner Populismus.
Richtig unberechenbar ist derweil die Parteikollegin von Nause, Elisabeth Schneider-Schneiter, unterwegs. Die Mitte-Nationalrätin hat dem Schweizer Stimmvolk bereits beschieden, dass es die neuen Verträge mit der EU gar nicht lesen, sondern diesen nur zustimmen müsse. Etwas gut finden, das man gar nicht kennt? So würde nicht einmal Trump vorgehen.