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Angriff aufs Oktoberfest? Deutschlands Sicherheitslage ist fragil

«Drohbrief gefunden! Oktoberfest bleibt geschlossen», titelte heute die Bild. Grund dafür waren mehrere Explosionen, die sich am Morgen im Münchner Stadtteil Lerchenau ereignet hatten. Mehrere Fahrzeuge brannten.

In einem Wohngebiet wurde ein ausgebrannter Transporter gefunden. Zudem verstarb eine schwerverletzte Person kurz nach ihrem Auffinden am Lerchenauer See.

Auch ein Haus wurde vorsätzlich in Brand gesetzt. Hier fand man diverse Sprengfallen.

DIEGO FEDELE / KEYSTONE
KEYPIX - epa12419984 The closed Oktoberfest grounds in Munich, Germany, 01 October 2025
DIEGO FEDELE / KEYSTONE

Ein vermeintliches Bekennerschreiben auf der Seite Indymedia.um nährte zunächst den Verdacht, dass es sich um eine linksextremistisch motivierte Tat handeln könnte. Inzwischen geht man jedoch von einem Trittbrettfahrer aus. Darüber hinaus fand die Polizei ein Schreiben, in dem eine Bedrohung gegen das Oktoberfest enthalten war.

Seither wird das Gelände durchsucht. Münchens Oberbürgermeister Reiter hoffte am Mittwochvormittag noch, dass die Sucharbeiten bis 17 Uhr abgeschlossen sind, war sich jedoch nicht sicher, ob es schon heute zur Wiedereröffnung kommt. Inzwischen ist klar: Um 17.30 Uhr ist das Festgeländer wieder für Besucher geöffnet. In Bezug auf die heutigen Ereignisse geht man inzwischen von einem eskalierten Familienstreit aus.

Ob es sich nun um das traurige Ende einer Familienfehde oder eine ernstzunehmende Bedrohung für die Bevölkerung handelt – es zeigt sich, wie fragil die Sicherheitslage in Deutschland mittlerweile ist. Unsere Art zu leben hängt am seidenen Faden. Jeder Drohbrief, jeder Trittbrettfahrer, der irgendwas ins Netz tippt, kann mittlerweile dafür sorgen, dass alles ins Wanken gerät und selbst das grösste Volksfest der Welt seine Pforten schliessen muss.

Die Aufrechterhaltung einer vermeintlichen Normalität, die es so schon seit Jahren nicht mehr gibt, ist teuer erkauft. Viele Städte mit kleineren Stadtfesten, Karnevalsumzügen und Co. können sich dies schon längst mehr leisten. Die Sicherheitskonzepte sind mittlerweile so umfangreich und kostspielig, dass die ohnehin klammen Kassen der Kommunen dies nicht mehr hergeben.

Nun triffst es die Wiesn. Das Fest, das der veränderten Realität in diesem Land immer noch strotzte und den Menschen so das Gefühl gab, dass zumindest in Bayern noch irgendetwas funktioniert.

Aber vielleicht musste es so kommen, damit auch der Letzte endlich realisiert, dass das Land, die Freiheit und die Sicherheit, die wir einmal hatten, so nicht mehr existieren.

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