Der frühere Labour-Chef Jeremy Corbyn hat eine neue Partei angekündigt, um «die Reichen und Mächtigen herauszufordern». Gemeinsam mit der Abgeordneten Zarah Sultana will er eine linke Alternative zur etablierten Politik schaffen. Die neue Bewegung soll basisdemokratisch, föderal organisiert und von unten geführt sein, wie Corbyn gegenüber der BBC erklärte.
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Die Resonanz sei enorm, so Corbyn: «Sie kommen mit 500 pro Minute.» Noch ohne offiziellen Namen wirbt die Initiative mit dem Slogan: «Es ist Zeit für eine neue Art von Partei – eine, die euch gehört.» Im Fokus stehen soziale Themen wie Armutsbekämpfung, Besteuerung von Konzernen und der Ausbau öffentlicher Dienste.
Gleichzeitig rechnet Corbyn mit seiner alten Partei ab. Labour sei von «Kontrollfreaks» geführt, Reform UK «gefährlich spaltend». Inhaltlich positioniert sich die neue Bewegung links von Labour – auch in der Nahostpolitik und in Migrationsfragen.
Ein Labour-Sprecher reagierte knapp: «Die Wählerschaft hat bereits zweimal über eine von Jeremy Corbyn geführte Partei entschieden.» Eine Gründungskonferenz ist für den Herbst geplant, erste Wahlantritte könnten 2026 folgen.