In der abgelegenen Gemeinde Tumbler Ridge hat eine Frau an einer Schule und in einem nahegelegenen Wohnhaus insgesamt zehn Menschen getötet. Die Tat wurde mutmasslich von einer Frau begangen, die sich nach Polizeiangaben durch eine selbst zugefügte Verletzung das Leben nahm. Weitere 25 Personen wurden verletzt, zwei davon lebensgefährlich.
Jesse Boily/AP Photo/Keystone
Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet , starben sechs Menschen direkt an der Tumbler Ridge Secondary School, eine weitere Person erlag auf dem Weg ins Spital ihren Verletzungen. Zwei zusätzliche Tote wurden in einem Haus entdeckt, das mit der Tat in Verbindung stehen soll.
Schulschiessereien gelten in Kanada als selten. Entsprechend gross ist der Schock in der rund 2700 Einwohner zählenden Ortschaft in den kanadischen Rocky Mountains. Das Motiv der Frau ist laut der Royal Canadian Mounted Police weiterhin unklar. Die Ermittlungen zu möglichen Verbindungen zwischen Täterin und Opfern dauern an.
Es handelt sich um die schwerste Gewalttat in Kanada seit 2020. Damals erschoss ein Täter in der Provinz Nova Scotia dreizehn Menschen und legte zudem Brände, bei denen neun weitere Personen ums Leben kamen. Die Tat von Tumbler Ridge ist damit die tödlichste Gewalteskalation im Land seit jener Bluttat.