«Amerika ist zurück»: Trump versprüht in seiner Rede zur Lage der Nation ein patriotisches Feuerwerk. Und zeigt sich als Meister der Motivation. Der wirtschaftliche Aufschwung lässt indes auf sich warten
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Amerika ist zurück»: Trump versprüht in seiner Rede zur Lage der Nation ein patriotisches Feuerwerk. Und zeigt sich als Meister der Motivation. Der wirtschaftliche Aufschwung lässt indes auf sich warten

Anhören ( 2 min ) 1.0× +
«Amerika ist zurück»: Trump versprüht in seiner Rede zur Lage der Nation ein patriotisches Feuerwerk. Und zeigt sich als Meister der Motivation. Der wirtschaftliche Aufschwung lässt indes auf sich warten
«Amerika ist zurück»: Trump versprüht in seiner Rede zur Lage der Nation ein patriotisches Feuerwerk. Und zeigt sich als Meister der Motivation. Der wirtschaftliche Aufschwung lässt indes auf sich warten
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Zeichen waren zuletzt nicht ideal. Massenproteste gegen ICE. Möglicher Krieg gegen den Iran ohne klare Ziele. Chaos bei den Zöllen. Jetzt erwartete man den Befreiungsschlag. Zumindest eine Rede, die Schub verleiht.

Die Bilanz, die Trump in seiner Rede zur Lage der Nation zog, lieferte genau das: ein Gefühl, dass die Nation «zurück» ist. Dass man «wieder gewinnt».

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede zur Lage der Nation.
Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Der Präsident zählte seine Erfolge auf, die im turbulenten Alltag und in Medien, die stets auf das Negative fokussieren, rasch vergessen gehen.

Die sichere Grenze. Der massive Rückgang an Drogen, die ins Land kommen, von der «Massenvernichtungswaffe» Fentanyl, die Millionen Amerikaner getötet hat. Militärische Erfolge, wie die Entfernung von Venezuelas Diktator Maduro. Acht «Friedensschlüsse» auf internationaler Bühne.

Doch ist es letztlich ein Faktor, der über Trump und künftige Wahlen mehr entscheidet als alles andere: Das Portemonnaie.

Umfragen zeigen, dass die Wähler mit der Wirtschaft unzufrieden sind. Berater drängen Trump, sich mehr um das Wohl seiner Landsleute als um internationale Politik zu kümmern.

«Die Wirtschaft brummt wie nie zuvor», erklärte der Präsident. Er zeichnete ein rosiges Bild von sinkenden Kosten für wichtige Güter wie Eier, Rindfleisch und Benzin, obwohl die Preise insgesamt nicht gefallen sind, wie das Wall Street Journal kritisiert.

Trump tat das, was man nur tut, wenn man selbst wenig vorzuweisen hat. Man zeigt mit dem Finger auf den Gegner.

Trump machte die Demokraten dafür verantwortlich, dass sie die hohen Lebenshaltungskosten zu einem Thema gemacht hätten. «Eure Politik hat zu hohen Preisen geführt; unsere Politik wird ihnen schnell ein Ende bereiten.» Er erhielt Applaus im Stehen aus seinen Reihen. Bei Wählern wird dieses Argument wenig nützen.

Im obersten Gericht hatte Trump jüngst eine herbe Niederlage erlitten. Die Zölle wurden für nichtig erklärt. In der Rede zeigte er sich unbeeindruckt. Zölle würden «das Land retten», weil «wir dadurch Geld einnehmen». Er nannte den Gerichtsentscheid «sehr unglücklich» und kündigte an, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumarschieren.

Das bleibende Eindruck der Rede ist Trumps Talent, positive Stimmung zu verbreiten. Er zeigte wieder einmal, dass er der Meister des weave ist. In seine Ansprache webte er Geschichten und Personen ein, die er im Saal aufleben und feiern liess.

Von der Eishockey-Nationalmannschaft, die in einer epischen Partie gegen Kanada Olympiagold erkämpft hat. Über einen Nationalgardisten, der in Washington, D. C., mirakulös einen Kopfschuss durch einen Attentäter überlebt hat. Bis zum hundertjährigen Kriegsveteranen, den er unter tosendem Applaus würdigte.

Damit schloss er die Reihen – zumindest in seiner Partei – für den Kampf um die Zwischenwahlen. Doch bis dahin dauert es noch neun Monate.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.