Nach 738 Tagen in der Gewalt der Hamas sind alle noch lebenden Geiseln aus dem Gazastreifen frei. Insgesamt zwanzig Personen wurden am Montag in zwei Gruppen dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz übergeben, wie israelische Medien und die «Tagesschau» berichten. Darunter befinden sich vier Deutsch-Israelis, die seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 vermisst worden waren.
ABIR SULTAN / KEYSTONE
Zunächst wurden sieben Geiseln freigelassen, darunter Gali und Ziv Berman sowie Alon Ohel. Die Freigabe erfolgte im Rahmen einer von den USA vermittelten Waffenruhe. Die Freigelassenen wurden in Israel medizinisch untersucht und sollten zeitnah mit ihren Familien zusammengeführt werden. Laut AP brach in Tel Aviv Jubel aus, als israelische Sender die Übergabe an das Rote Kreuz bestätigten.
Wenige Stunden später folgte die zweite und letzte Gruppe von dreizehn Personen – darunter der Deutsch-Israeli Rom Braslavski. Die Übergabe erfolgte im südlichen Gazastreifen. Die israelische Armee übernahm im Anschluss den Transport.
Teil des Abkommens ist auch die Freilassung von über 1900 palästinensischen Häftlingen sowie die Übergabe der sterblichen Überreste von 28 getöteten Geiseln. Ob diese Frist von 72 Stunden eingehalten werden kann, bleibt unklar.