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«Alexei Nawalny wurde in russischer Gefangenschaft vergiftet»: Aussenminister Johann Wadephul erhebt an Münchner Staatskonferenz schwere Vorwürfe gegen Moskau

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«Alexei Nawalny wurde in russischer Gefangenschaft vergiftet»: Aussenminister Johann Wadephul erhebt an Münchner Staatskonferenz schwere Vorwürfe gegen Moskau
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Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul wirft Russland vor, für den Tod des Kremlkritikers Alexei Nawalny verantwortlich zu sein, und spricht von einer Vergiftung in staatlichem Gewahrsam. Fünf europäische Staaten gehen nach Medienberichten davon aus, dass in Gewebeproben das Nervengift Epibatidin nachgewiesen wurde.

Kay Nietfeld/DPA/Keystone
Aussenminister Johann Wadephul.
Kay Nietfeld/DPA/Keystone

Wie Bild berichtet, erklärte Wadephul am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz: «Alexei Nawalny wurde in russischer Gefangenschaft vergiftet.» Weiter sagte er: «Niemand ausser Putins Schergen wird uns sagen können, wie dieser 16. Februar 2024 in der russischen Strafkolonie im Einzelnen abgelaufen ist.» Klar sei jedoch, dass die russischen Behörden «die Möglichkeit, das Motiv und die Mittel» gehabt hätten, Nawalny das Gift zu verabreichen.

In einer gemeinsamen Erklärung mehrerer europäischer Staaten heisst es demnach, es komme «nur ein Giftanschlag durch russische Behörden in Frage», da sich Nawalny vollständig in staatlichem Gewahrsam befunden habe. Der Oppositionspolitiker war im Februar 2024 im Straflager Polarwolf nördlich des Polarkreises gestorben.

Wadephul verschärfte seinen Ton gegenüber Moskau deutlich. «Das russische Regime zeigt noch einmal seine schreckliche Fratze», sagte er. Auch Nawalnys Witwe Julija Nawalnaja bekräftigte, ihr Mann sei getötet worden. Bereits 2020 hatte Nawalny einen Giftanschlag mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok nur knapp überlebt.

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