Ein brisanter Dokumentenfund wirft neue Fragen zur Sicherheitskultur rund um den Trump-Putin-Gipfel auf: Gäste eines Hotels in Anchorage, Alaska, entdeckten acht Seiten mit vertraulichen Informationen in einem öffentlichen Drucker. Die Unterlagen enthielten Details zu Treffpunkten, Teilnehmerlisten und sogar Telefonnummern von US-Beamten. Das berichtete der US-Sender NPR.
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Die Dokumente bezogen sich auf das Treffen von Donald Trump und Wladimir Putin auf dem US-Militärstützpunkt Joint Base Elmendorf-Richardson. Laut NPR enthielten sie unter anderem einen genauen Ablaufplan, Sitzordnungen und ein Menü für das geplante Staatsbankett. Auch ein Geschenk Trumps an Putin war vermerkt: eine Adler-Statue für den Schreibtisch.
Die Papiere waren offenbar von US-Mitarbeitern ausgedruckt und vergessen worden. Gefunden wurden sie im Businesscenter des Hotels «Captain Cook» – keine zwanzig Minuten vom Gipfelort entfernt. Die betroffenen Gäste fotografierten die Unterlagen, blieben aber anonym aus Angst vor Repressalien.
Das Weisse Haus wiegelte ab: Sprecherin Anna Kelly sprach von einer «mehrseitigen Lunchkarte». Experten sehen das anders. Der Sicherheitsrechtler Jon Michaels von der University of California in Los Angeles sprach gegenüber NPR von einem weiteren Beispiel «für die Nachlässigkeit und Inkompetenz» der Trump-Regierung.