Zwei schutzbedürftige Afghanen haben ihren Flug nach Deutschland verpasst, weil sie sich beim Zwischenstopp in Istanbul in den Läden des Flughafenterminals verloren. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wartete der Pilot der Turkish-Airlines-Maschine nicht – das Ehepaar blieb zurück. Der Rest der Gruppe, insgesamt 45 Menschen, landete am Freitag planmässig um 14 Uhr in Hannover.
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Eigentlich sollten 47 Flüchtlinge aus Pakistan eingeflogen werden. Acht Frauen und zwei Männer gelten als Hauptantragsteller, der Rest sind Angehörige. Die Gruppe wurde im Rahmen des Aufnahmeprogramms für besonders gefährdete Afghanen nach Deutschland gebracht.
Laut Bundesaussenminister Johann Wadephul (CDU) handelte es sich dabei nicht um ehemalige Ortskräfte, jedoch hätten alle «das Aufnahmeverfahren und die Sicherheitsprüfung vollständig durchlaufen». Die Bundesregierung hatte das Programm im Mai gestoppt, doch für bereits zugesagte Fälle gilt Bestandsschutz: «Rechtsverbindliche Aufnahmezusagen werden eingehalten», erklärte Wadephul laut Bild.
Das zurückgebliebene Paar soll mit einem Linienflug nachreisen und im Aufnahmelager Friedland eintreffen. Laut Auswärtigem Amt befinden sich derzeit noch rund 2100 Menschen aus dem Programm in Pakistan und weitere 200 in Afghanistan.