Sonntag, Sonntag, 14. 14. Dezember. Dezember. Ganz herzlich willkommen heute Morgen am 3. Ganz herzlich willkommen heute Morgen am 3. Advent bei uns im Adventskalender. Advent bei uns im Adventskalender. Wir gehen zeitlich zurück ins Jahr 1800 und geografisch hoch hinaus auf 2473 Meter über Meer auf den grossen St. Wir gehen zeitlich zurück ins Jahr 1800 und geografisch hoch hinaus auf 2473 Meter über Meer auf den grossen St. Bernhard, Bernhard, den Pass, den Pass, der die Schweiz mit Italien verbindet. der die Schweiz mit Italien verbindet. Und diesen Pass überquerte Napoleon Bonaparte am 20. Und diesen Pass überquerte Napoleon Bonaparte am 20. Mai 1800 mit seiner Armee und den Mai 1800 mit seiner Armee um in Piemont gegen die Österreicher zu kämpfen, um in Piemont gegen die Österreicher zu kämpfen, die er dann auch geschlagen hat im darauffolgenden Sommer in der Schlacht von Marengo. die er dann auch geschlagen hat im darauffolgenden Sommer in der Schlacht von Marengo. Das hat Frankreich die Kontrolle über Norditalien gesichert. Das hat Frankreich die Kontrolle über Norditalien gesichert. Hier sehen wir L'Empereur beim Überschreiten der Alpen am grossen St. Hier sehen wir L'Empereur beim Überschreiten der Alpen am grossen St. Bernhard, Bernhard, gemalt von Jacques-Louis David. gemalt von Jacques-Louis David. Vermutlich haben sie das ikonische Gemälde auch schon gesehen. Vermutlich haben Sie das ikonische Gemälde auch schon gesehen. Und hier auf der Passhöhe lebte zu genau dieser Zeit ein Bernhardiner Hund namens Barry. Und hier auf der Passhöhe lebte zu genau dieser Zeit ein Bernhardiner Hund namens Barry. Ein Rettungshund, Ein Rettungshund, ein Lawinen-Suchhund und bei Schneestürmen ein Retter in der Not. ein Lawinen-Suchhund. Und bei Schneestürmen ein Retter in der Not. Barry muss riesigen Eindruck gemacht haben, Barry muss riesigen Eindruck gemacht haben, denn um ihn ranken sich allerlei Legenden. denn um ihn ranken sich allerlei Legenden. Er habe über 40 Menschen das Leben gerettet. Er habe über 40 Menschen das Leben gerettet und vom 41. Und vom 41. sei er dann selbst getötet worden. sei er dann selbst getötet worden. So steht es jedenfalls auf dem Denkmal, So steht es jedenfalls auf dem Denkmal, das man ihm zu Ehren gebaut hat. das man ihm zu Ehren gebaut hat, Nicht auf dem Pass, nicht auf dem Pass, sondern in Paris auf dem Hundefriedhof von Anier-sur-Seine. sondern in Paris auf dem Hundefriedhof von Anier-sur-Seine. Nicht jeder bekommt ein solches Denkmal. Nicht jeder bekommt ein solches Denkmal, ob Hund oder Mensch. ob Hund oder Mensch. Hier sieht man auch eine berühmte Legende von diesem Bernardiner Hund. Hier sieht man auch eine berühmte Legende von diesem Bernardiner Hund. Er trägt ein im Schnee begrabenes Kind, Er trägt ein im Schnee begrabenes Kind, das er gerettet hat, das er gerettet hat, auf seinem Rücken ins Hospiz und belebt es dadurch auch durch seine Körperwärme. auf seinem Rücken ins Hospiz und belebt es dadurch auch durch seine Körperwärme. Legenden bilden sich ja immer über die Realität hinaus. Legenden bilden sich ja immer über die Realität hinaus. Sicher ist nur, Sicher ist nur, dass Barry bei den Augustiner Chorherren wohnte. dass Barry bei den Augustiner Chorherren wohnte. Das war eine geistliche Gemeinschaft von Priestern, Das war eine geistliche Gemeinschaft von Priestern, die übrigens heute noch existiert und immer noch auf dem Pass zu Hause ist. die übrigens heute noch existiert und immer noch auf dem Pass zu Hause ist. Barry wurde auch nicht umgebracht. Barry wurde auch nicht umgebracht. Nein, Nein, er starb. er starb alt und zufrieden. alt und zufrieden nach zwei ruhigen Jahren als Pensionär in Bern. nach zwei ruhigen Jahren als Pensionär in Bern. Und hier ist er heute noch zu sehen, Und hier ist er heute noch zu sehen, im Naturhistorischen Museum aufwändig präpariert und prächtig ausgestellt. im Naturhistorischen Museum aufwändig präpariert und prächtig ausgestellt. Lawinenhunde gibt's übrigens immer noch. Lawinenhunde gibt's übrigens immer noch. Ihr Geruchssinn rettet immer noch Leben, Ihr Geruchssinn rettet immer noch Leben. Sie finden Verschüttete bis in eine Tiefe von fünf Metern Schnee. sie finden verschüttete Bissen eine Tiefe von fünf Metern Schnee. Und sie sind schneller als alle Technik, Und sie sind schneller als alle Technik, wenn es darum geht, wenn es darum geht, eine grosse Fläche abzusuchen, eine grosse Fläche abzusuchen, noch dazu bei schlechtem Wetter. Noch dazu bei schlechtem Wetter. Apropos Technik. Apropos Technik. Heute gibt es Lawinen-Suchgeräte und die bekannteste Version heisst sinnigerweise Heute gibt es Lawinen-Suchgeräte Und die bekannteste Version heisst sinnigerweise Barry Vox. Barry Vox. Warum ein solcher Hundehelden-Mythos? Warum ein solcher Hunde-Helden-Mythos? Vielleicht eben, Vielleicht eben, weil Barry etwas verkörpert, weil Barry etwas verkörpert, was im Christentum wichtig ist. was im Christentum wichtig ist. Der Dienst am Nächsten. Der Dienst am Nächsten. Die Hilfe für Menschen in Not, Die Hilfe für Menschen in Not, in Sturm und Kälte nach draussen gehen, in Sturm und Kälte nach draussen gehen, um einen Verschütteten zu suchen, um einen Verschütteten zu suchen, ihm sogar das Leben zu retten. ihm sogar das Leben zu retten, Das ist die ultimative Nächstenliebe. das ist die ultimative Nächstenliebe. Den meisten von uns fällt das schwer. Den meisten von uns fällt das schwer. Wir bleiben doch lieber drinnen, Wir bleiben doch lieber drinnen, auch im übertragenen Sinn. auch im übertragenen Sinn, drinnen im Warmen, drinnen im Warmen, als dass wir draussen im Schnee unsere eigene Sicherheit aufs Spiel setzen, als dass wir draussen im Schnee unsere eigene Sicherheit aufs Spiel setzen, um jemanden zu retten. um jemanden zu retten. Nun, Nun, Barry ist ein Hund. Barry ist ein Hund. Sein Dienst an den Menschen ist ihr Instinkt als Nächstenliebe. Sein Dienst an den Menschen ist ihr Instinkt als Nächstenliebe. Aber als Vorbild wirkt er eben trotzdem. Aber als Vorbild wirkt er eben trotzdem. So handelt jemand, So handelt jemand, der selbstlos handelt. der selbstlos handelt. So geht Nächstenliebe auch im Christentum. So geht Nächstenliebe auch im Christentum. Und von Jesus selbst stammt das schöne Wort. Und von Jesus selbst stammt das schöne Wort Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ein sehr präziser Satz. Ein sehr präziser Satz. Erstens, Erstens, weil er die Nächstenliebe als Handlung fasst, weil er die Nächstenliebe als Handlung fasst, nicht nur als Emotion. nicht nur als Emotion. Du musst etwas tun, Du musst etwas tun, wenn du wirklich Liebe leben willst. wenn du wirklich Liebe leben willst. Setze dich ein für Arme, Setze dich ein für Arme, für Alleingelassene, für Alleingelassene, für Gefangene, für Gefangene, für Bedürftige. für Bedürftige, auch wenn es unangenehm ist für dich, unangenehm ist für dich, auch sogar, auch sogar, wenn das vielleicht deine Existenz gefährdet. wenn das vielleicht deine Existenz gefährdet. «Und trotzdem auch dich selbst sollst du lieben.» Und trotzdem, auch dich selbst sollst du lieben. Das steht in diesem Satz auch. Das steht in diesem Satz auch. Jesus weiss genau, Jesus weiss genau, dass wir alle hier austarieren müssen, dass wir alle hier austarieren müssen, wie viel wie viel... Nächstenliebe können wir konkret umsetzen? Nächstenliebe können wir konkret umsetzen, Wie viel Eigenliebe brauchen wir, wie viel Eigenliebe brauchen wir, damit wir nicht kaputt gehen? damit wir nicht kaputtgehen und in diesem Dilemma stecken wir ein Leben lang. Und in diesem Dilemma stecken wir ein Leben lang. Aber es wäre kein Jesuswort, Aber es wäre kein Jesuswort, wenn es nicht auch eine Provokation beinhalten würde. wenn es nicht auch eine Provokation beinhalten würde. Wir müssen selbst überlegen, Wir müssen selbst überlegen, wie wir damit umgehen, wie wir damit umgehen, wie wir es in unserem Leben umsetzen können. wie wir es in unserem Leben umsetzen können. Wir sind selber verantwortlich für unser Tun und unser Lassen. Wir sind selber verantwortlich für unser Tun und unser Lassen. So viel für heute. So viel für heute. Morgen ein neues Bild, Morgen ein neues Bild, ein neues Thema. ein neues Thema. Morgen treffen wir einen Bernd Chansonnier. Morgen treffen wir einen Bernd Chansonnier. Sie finden ihn übrigens auch auf dem Frontbild des Adventskalenders. Sie finden ihn übrigens auch auf dem Frontbild des Adventskalenders. Und dieser Chansonnier hatte 1970 eine zündende Idee. Und dieser Chansonnier hatte 1970 eine zündende Idee. Bis dann, Bis dann, alles Gute, alles Gute, einen liebevollen Tag und auf Wiedersehen. einen liebevollen Tag und auf Wiedersehen.
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