Ist die Europäische Union vor allem ein Kind der Globalisierung, das heute an multiplen Gebrechen leidet? Sie wurde gleichermassen als Friedensbund und als Wirtschaftsprojekt entworfen. Noch immer ist sie wirtschaftlich sehr stark, gemessen in Kaufkraftstandards, nach China und den USA der drittgrösste Wirtschaftsraum der Welt. Pro Kopf liegt sie – ebenfalls in Kaufkraftstandards gemessen – hinter den USA auf dem zweiten Platz. Aber der Traum des Jahres 2000, der Griff nach der globalen wirtschaftlichen Führungsrolle, ist ausgeträumt. In allem wollte die EU zu Beginn des neuen Jahrtausends brillieren: ein Friedensanker sein, der den Kontinent auf vielfältige Weise eint und gleichzei ...