Die Vereinigten Staaten setzen ein klares Zeichen gegen das Regime in Caracas: Für Hinweise, die zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro führen, loben die USA eine Rekordprämie von fünfzig Millionen Dollar aus. Damit verdoppelt Washington das bereits seit Januar ausgesetzte Kopfgeld – und setzt nun doppelt so viel aus wie einst für Osama bin Laden.
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Die Ankündigung erfolgte durch US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X. Maduro sei eine Gefahr «für unsere nationale Sicherheit» und «einer der grössten Drogenhändler der Welt», so Bondi. Der Präsident Venezuelas steht im Verdacht, das «Kartell der Sonnen» zu führen – ein Drogenring, der über Jahre tonnenweise Kokain in die USA geschleust haben soll.
Die Regierung in Caracas reagierte scharf. Aussenminister Yván Gil sprach von einer «lächerlichen Nebelkerze» und warf Washington «plumpe Propaganda» vor. Bereits 2019 hatte Venezuela die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen, nachdem Washington Maduros Wahlsieg nicht anerkannt hatte.
Maduro regiert das Land seit 2013 autoritär und sicherte sich Anfang 2025 eine weitere Amtszeit – trotz massiver Vorwürfe von Wahlbetrug. Der Oppositionskandidat Edmundo González, inzwischen im spanischen Exil, wird von der EU und mehreren lateinamerikanischen Staaten als legitimer Präsident anerkannt.