Lieber Secondo Pia
Am 28. Mai 1898 haben Sie, Anwalt und Hobbyfotograf, das legendäre Grabtuch Jesu Christi aufgenommen, mit den damals zugänglichen Mitteln: einer koffergrossen Kamera und beschichteten Glasplatten, die riesig waren. Als Sie die Scheiben aus dem Entwicklungsbad hoben, sind sie Ihnen vor Staunen fast aus der Hand gefallen: Sie sahen nicht etwa eine Malerei, wie viele spekuliert hatten, sondern das Foto-Positiv eines jungen bärtigen Mannes mit gebrochener Nase, geschlossenen Augen und Stirnwunde.
Das Grabtuch von Turin (Sindone)
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