Im Tauziehen um ein Ende des Ukraine-Kriegs bezieht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj klar Stellung: «Wir wollen nichts abtreten, und darum kämpfen wir», erklärte er. Damit weist Selenskyj Forderungen Moskaus nach Gebietsabtretungen erneut zurück – auch auf Druck aus Washington zeigt sich der ukrainische Präsident unnachgiebig.
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Laut der US-Zeitung Washington Post bekräftigte Selenskyj, dass die Ukraine ihr Territorium im Donbass nicht für einen vermeintlichen Frieden opfern werde. Weder zur Beschleunigung der Gespräche noch als Zugeständnis an US-Forderungen sei ein Landverzicht denkbar. Die Ukraine habe keine rechtliche oder moralische Grundlage für die Abgabe von Land, so Selenskyj.
Hintergrund ist ein überarbeiteter Friedensvorschlag der USA, der derzeit zwischen Washington, Moskau und Kiew diskutiert wird. Der ukrainische Präsident sprach dazu am Wochenende mit dem US-Sondergesandtem Steve Witkoff und Trump-Berater Jared Kushner. Dabei soll Selenskyj laut dem Portal Axios erklärt haben, den Vorschlag erst kurz zuvor erhalten zu haben – eine Darstellung, die von US-Seite als «rätselhaft» bezeichnet wurde.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich nach dem Gespräch «enttäuscht» über Selenskyjs Verhalten.