Nach zwölf Jahren Bauzeit ist in Berlin der teuerste Autobahnabschnitt Deutschlands in Betrieb genommen worden. Der 3,2 Kilometer lange neue Teil der Stadtautobahn A100 verbindet das Autobahndreieck Neukölln mit der Anschlussstelle Treptow und kostete laut der Bild-Zeitung rund 720 Millionen Euro – das entspricht Baukosten von etwa 225 Millionen Euro pro Kilometer.
SEBASTIAN GOLLNOW / KEYSTONE
«Die A100 ist die Hauptschlagader unserer Stadt – dieser Abschnitt wird die Wohngebiete entlasten», erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bei der Eröffnung. Die Strecke verläuft teilweise im Tunnel, umfasst 25 neue Brücken, moderne Lärmschutzwände und Regenrückhaltebecken. Auch Solartechnik kommt zum Einsatz und soll jährlich rund 84 Tonnen CO₂ einsparen. Künftig sollen bis zu 180.000 Fahrzeuge täglich über die neue Trasse rollen.