Das FBI entsandte 274 Undercover-Beamte zum Kapitol, als dort am 6. Januar 2021 Trump-Unterstützer protestierten und in das Gebäude eindrangen.
Die Beamten waren zwar vor Ort, wurden aber erst nach Beginn der Unruhen entsandt, um die aufgebrachte Menge unter Kontrolle zu bringen, wie Vertreter des FBI gegenüber Fox News Digital erklärten.
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Das sei nicht die eigentliche Aufgabe von FBI-Agenten, kritisiert FBI-Direktor Kash Patel seinen Vorgänger Christopher Wray. «Die Agenten wurden zu einer Mission zur Kontrolle der Menschenmenge geschickt, nachdem die Metro Police den Aufstand ausgerufen hatte – was gegen die Vorschriften des FBI verstösst.»
Damit kritisierte Trumps FBI-Direktor nicht bloss seinen Vorgänger. Er widersprach gleichzeitig seinem Chef.
US-Präsident Trump hatte behauptet, dass verdeckte Ermittler des FBI den Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar provoziert hätten. Der ehemalige FBI-Chef Wray habe «274 Agenten […] in der Menge» als «Aufwiegler und Aufständische» eingesetzt, was darauf hindeute, dass sie dort gewesen seien, um Gewalt zu provozieren, schrieb Trump am Samstag auf Truth Social.
Medien interpretieren die Aussagen Patels so, dass es sich bei den Agenten nicht um agents provocateurs handelte. Vielmehr sollten sie die aufgebrachte Menge kontrollieren. Was allerdings komplett schieflief. Und offenbar nicht ihre Aufgabe ist.
Patel ging mit seinem Vorgänger Christopher Wray hart ins Gericht. «Das war das Versagen einer korrupten Führung, die den Kongress und das amerikanische Volk über die wahren Geschehnisse belogen hat.»
Der ehemalige FBI-Direktor Wray wurde zu den Ereignissen vor dem Kongress unter Eid befragt. Dabei erklärte er, dass er «nicht glaube», dass am 6. Januar 2021 verdeckte FBI-Agenten im US-Kapitol anwesend waren.
«So wie ich das derzeit sehe, glaube ich nicht, dass Undercover-Agenten im Einsatz waren», antwortete Wray auf eine Frage.
Die von Demokraten geführte Untersuchung des sogenannten Sturms auf das Kapitol kam zum Schluss, dass Trump dafür eine Hauptverantwortung trägt. Republikaner reklamierten, die Sache sei komplett einseitig aufgearbeitet worden.
Trump ordnete eine frische Untersuchung an.
«Dank der Meldungen von Informanten kommen wir nun der Wahrheit auf die Spur», so FBI-Direktor Kash Patel. «Wir bekennen uns uneingeschränkt zur Transparenz, und Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht werden mit diesem FBI fortgesetzt.»