Die Bundeswehr steht vor einer gewaltigen Beschaffungswelle. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant laut einem Bericht der Bild-Zeitung eine Bestellung von bis zu 1000 Leopard-2-Kampfpanzern sowie rund 2500 Radpanzern vom Typ GTK Boxer – Gesamtvolumen: bis zu 25 Milliarden Euro. Die Fahrzeuge sollen von den Rüstungskonzernen Rheinmetall und KNDS gefertigt werden.
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Hintergrund ist eine neue Verpflichtung Deutschlands innerhalb der Nato: Bis 2030 soll die Bundesrepublik sieben zusätzliche Brigaden aufstellen – jeweils mit bis zu 5000 Soldaten. Diese sollen zur Abschreckung gegenüber Russland beitragen. Der geplante Grossauftrag gilt als grösstes Rüstungsprojekt der jüngeren Bundeswehrgeschichte.
Pistorius will darüber hinaus die Personalstärke der Truppe deutlich ausbauen. Neben 60.000 zusätzlichen aktiven Soldaten sollen auch bis zu 200.000 Reservisten bereitstehen. Derzeit zählt die Bundeswehr nur knapp 181.000 Berufssoldaten. Der Bund der Militär- und Polizeischützen bot an, kurzfristig 20.000 Reservisten zu stellen.