Wie die Spitzenbeamten über die Zuwanderung denken, wurde heute in Bern deutlich. Vincenzo Mascioli, Staatsekretär beim Bundesamt für Migration, bemühte sich darzulegen, die EU-Verträge hätten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Zuwanderung.
Dass sich diese Leute überhaupt noch trauen, solche Behauptungen aufzustellen! So ziemlich alles, was der Bund in den vergangenen Jahren zum Thema Bevölkerungswachstum von sich gegeben hat, war falsch.
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Überhaupt richte sich die Einwanderung nach der «wirtschaftlichen Entwicklung» – so der Verwaltungsangestellte, der Bundesrat Beat Jans (SP) unterstellt ist. Bis Ende Oktober seien 4000 Personen weniger (Einwanderung minus Auswanderung) aus der
Europäischen Union in die Schweiz gekommen. Das entspreche einem Rückgang von 8 Prozent.
Man kann es sich nicht ausdenken: Hochgerechnet auf das ganze Jahr bedeutet das, dass bis Ende Dezember rund 60'000 Personen aus der EU in die Schweiz einwandern werden – und dies, obwohl die Wirtschaft lahmt und im dritten Quartal sogar geschrumpft ist.
So ist das Bruttoinlandsprodukt nach einem nur moderaten Wachstum von 0,2 Prozent im 2. Quartal 2025 nun im dritten Quartal um 0,5 Prozent zurückgegangen.
60'000 Personen – das entspricht der Einwohnerzahl von Lugano. Dazu kommen zwischen 20'000 und 30'000 Flüchtlinge aus aller Welt.
Für die herrschende Elite, die mit allen Mitteln versucht, dem Volk das Abkommen mit Brüssel schmackhaft zu machen, sollen diese Zahlen offenbar normal erscheinen.
Verrückt!