Zwei junge Männer sollen im Mai eine 17-jährige am Stachus in München vergewaltigt haben. Nach der gestrigen Öffentlichkeitsfahndung erzielte die Polizei einen Erfolg: Einer der mutmasslichen Täter stellte sich, wodurch auch der vermutliche Mittäter identifiziert werden konnte.
Gemäss der Welt soll es sich bei den Jugendlichen um zwei Afghanen im Alter von 15 und 17 Jahren handeln.
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Der Hammer: Beide Tatverdächtigen sollen nach einem Verhör bei der Polizei schon wieder auf freiem Fuss sein. Die zuständige Staatsanwaltschaft sieht keinen Anlass für eine Untersuchungshaft. Mögliche Gründe für eine Untersuchungshaft sind etwa Fluchtgefahr, Verdunklungsgefahr oder Wiederholungsgefahr.
Warum bei den jungen afghanischen Tätern nicht zumindest eine Fluchtgefahr bestehen soll, bleibt fraglich. Grund für die Freilassung könnte auch das junge Alter der Täter sein, sagt Jurist Udo Vetter im Interview mit dem Sender Welt TV.
Die beiden jungen Männer hatten ihr Opfer am 30. Mai gegen 22 Uhr am Stachusbrunnen getroffen. Die 17-Jährige folgte den beiden später in eine nahegelegene Tiefgarage. Hier kam es gemäss den Aussagen des Opfers zur Vergewaltigung. Das Mädchen zeigte die Tat bereits am nächsten Tag an, dennoch fahndete man erst Monate später öffentlich nach den Männern.
Immer wieder fallen afghanische Migranten durch schwerste Straftaten auf. Allein in den letzten zehn Jahren zählte die Polizei 100.000 Straftaten durch afghanische Staatsbürger in Deutschland. Darunter 2691 Vergewaltigungen. Letztere stiegen von 69 im Jahr 2015 auf 437 allein im letzten Jahr. Pro Tag wird also mehr als eine Person in Deutschland Opfer einer Vergewaltigung durch einen Afghanen.