Mit einem neuen Militärhilfspaket im Wert von knapp 1,5 Milliarden Euro erhöht Schweden seine Unterstützung für die Ukraine deutlich. Wie Verteidigungsminister Pål Jonson mitteilte, handelt es sich um das bislang umfangreichste Paket seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine.
Insgesamt beläuft sich die schwedische Militärhilfe an Kiew im laufenden Jahr damit auf rund 2,7 Milliarden Euro. Seit 2022 summieren sich die schwedischen Unterstützungsleistungen auf umgerechnet rund 7,4 Milliarden Euro. Europa müsse seine Bemühungen verstärken, erklärte das Verteidigungsministerium: Eine kontinuierliche und ausgebaute Hilfe sei für die Sicherheit des Kontinents unerlässlich.
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Das neue Paket sieht insbesondere die Lieferung von Luftverteidigungssystemen, Artillerie, Ausrüstung zur Satellitenkommunikation sowie maritimen Komponenten vor. Ein Teil der Mittel – rund neun Milliarden Kronen – soll in Neuanschaffungen bei schwedischen und anderen europäischen Rüstungsunternehmen fliessen, die anschliessend an die Ukraine weitergeleitet werden.
Verteidigungsminister Jonson betonte, die Ukraine habe auf dem Schlachtfeld weiterhin grossen Bedarf und konkrete Anfragen in diesen Bereichen gestellt.