Wind Europe ist die mächtigste Lobbyvereinigung für Windenergie in Europa. Sie versucht gar nicht, das zu verbergen, und nennt sich stolz «die Stimme der Windindustrie». Ihre Mission beschreibt sie so: «Sicherstellen, dass die Regierungen in Europa den Ausbau der Windenergie und der dafür erforderlichen Infrastruktur unterstützen – und dass sie die Stärkung der europäischen Windenergiebranche fördern.»
Es geht also ganz unverhohlen und unverfroren darum, durch Lobbying an Steuergelder und Subventionen zu kommen. Dabei putzt Wind Europe am liebsten gleich ganz oben an der Machtpyramide die Klinke. Wie ein Blick in das EU-Transparenzregister belegt, hatte Wind Europe in den letzten Jahren 138 Lobbying-Termine bei der Europäischen Kommission von Ursula von der Leyen.
Einer, der gegen diese Windmühlen ankämpft, ist der österreichische Abgeordnete Gerald Hauser (FPÖ) von der Fraktion Patrioten für Europa. Er warnt vor der wachsenden Macht der Windradlobby in Europa und erklärt, diese 138 Termine mit von der Leyen und Co. seien dabei noch längst nicht alles: «Dazu kommen weitere Termine mit Abgeordneten und weitere Lobbyisten, welche dieses Thema verfolgen. Das zeigt klar, wie eng Politik und Industrie verflochten sind. Diese Treffen sind kein Zufall – sie sind Teil eines Systems», so Hauser.
Der freiheitliche Politiker kritisiert, dass Brüssel unter dem Deckmantel des Green Deal Umwelt und Gesundheit opfere. Gegen die Landschaftsverschandelung kämpft er auch in seiner Heimat Tirol: «Auf unsere Gipfel gehören Kreuze – keine Windräder!»
Sein Fazit: «Windräder sind ineffizient, umweltschädlich und gefährden Gesundheit und Tourismus.» Aber bei der EU-Kommission stösst das bisher auf taube Ohren. Wetten, sie wird mit der Windradlobby weitermauscheln und Milliarden und Abermilliarden in einen Energieträger pumpen, der sich selbst nicht tragen kann?